Schule als Wohlfühlraum

Waffeln, Strand und Kopfmassage – die Schule als Wohlfühlraum
Autogenes Training bis hin zu Zucker in seinen Erscheinungsformen und Risiken – die Palette der Themen und Angebote beim Projekttag „Gesundheit“ der HEP 11 am Neuwieder Standort der Alice-Salomon-Schule war bunt und vielfältig. Die öffentliche Präsentation der verschiedenen Projekte am 20.09.11 bildete den viel beachteten Höhepunkt einer sechswöchigen intensiven Arbeit in den acht Gruppen, die zu Beginn des Schuljahres im Rahmen des Lernmoduls Pflege gebildet worden waren. Auswahl des Themas, Erstellung eines tragfähigen Konzeptes, fachlich fundierte Ausarbeitungen und die Gestaltung eines attraktiven Angebotes für den eigenen Stand am Tag der Präsentation – dies waren die Meilensteine einer jeweils sehr engagierten Gruppenleistung, deren Ergebnisse sich nicht nur sehen lassen konnten, sondern dem geneigten Gast auch in vielerlei Hinsicht sinnlich erfahrbar gemacht wurden.
So konnte man sich beispielsweise auf eine meditative Traumreise begeben, die einen in entspannter Körperlage bei Kerzenschein und sanfter Gitarrenmusik an einen imaginären Strand entführte, um dort seine Sorgen, Nöte und Probleme der Weite des Meeres zu überlassen. Auch der Snoezel-Stand hatte mit Palmen, Sand und Liegen eine Strandatmosphäre geschaffen und lud seine Besucher zu Entspannung bei selektiver Sinnesreizung ein. Über dieses sinnliche Erlebnis sollte ein Einblick in das pädagogisch-therapeutische Konzept des Snoezelns vermittelt werden.


Ganzheitliches Denken und individuelles Wohlbefinden stand auch bei der Gruppe „Harmonie für Körper und Geist“ im Zentrum des Projektes, in dessen Rahmen eine wohltuende Reflexzonenmassage wahlweise am Kopf oder an den Händen angeboten wurde. Eine weitere Gruppe stellte das Autogene Training als wirksame Methode der Selbstentspannung und Selbstruhigstellung zur Überwindung diverser Alltagsprobleme vor. Der Vortrag einer Entspannungsgeschichte rundete die Darstellung des Themas ab. Am Stand für Kinästhetik konnte sich der interessierte Besucher über die Lehre der Bewegungsempfindungen informieren, an einem kleinen Quiz teilnehmen, einen selbstgedrehten Lehrfilm anschauen und eigene Übungen vornehmen. Auch die Gruppe für Basale Stimulation hatte sich über die bloße Wissensvermittlung hinaus etwas Besonderes für ihre Gäste einfallen lassen. Über Geruchsproben sollten verschiedene Düfte und Aromen erkannt und zugeordnet werden – einmal mehr stand die Sinneswahrnehmung im Mittelpunkt des Geschehens. Gleich nebenan konnte man sich sehr anschaulich über Diabetes und den Zuckergehalt in vielen beliebten Speisen und Getränken informieren. Selbst zubereitete Produkte mit geringem Zuckergehalt regten zum aktiven und bewussten Nachdenken über die eigene Ernährung an. Eine Gruppe bot schließlich einen gesunden Nachmittagssnack mit deutlich reduziertem Kaloriengehalt. Möhren-Zucchini-Waffeln, Vollkorn-Zitronen-Kuchen, Heidelbeerquark und verschiedene Frischkäse-Kräuter-Dips konnten vor Ort verköstigt werden; die Rezepte dazu gab es natürlich auch zum Mitnehmen.
Unter dem Strich war dieser Tag für alle Beteiligten ein Gewinn: Die Mitglieder der einzelnen Projektgruppen haben viele wertvolle Erfahrungen für ihre weitere Ausbildung und künftige Arbeit sammeln können, den Besuchern wurde an den Ständen ein ebenso qualifiziertes wie facettenreiches Programm geboten und auch die Schule kann sich über engagierte Auszubildende freuen, die solch eine Veranstaltung in Eigenregie auf die Beine stellen.
Für die HEP 11: Gregor Assenmacher